Man wird vielleicht fragen, ob der neue Roman einen Fortschritt gegenüber dem „Peter Camenzind“ bedeutet. Die Frage geht verloren, bei beiden Büchern steht Hesse auf einem Gipfel, den mit ihm von jüngeren deutschen Romanschriftstellern nur noch Thomas Mann, Emil Strauß und die wunderbarste der Frauen, Ricarda Huch, bewohnen.
(Neue Badische Landeszeitung, Mannheim)
Diesseits
Erzählungen. 16. Auflage. Geh. M. 3.50, geb. M. 4.50
Wie lange habe ich mich darauf gefreut, dieses Buch anzuzeigen! Eine erlesene Schar der Novellen Hesses, die verstreut in Zeitschriften lagen, in einem Bande gesammelt in Händen zu halten, zu eigen zu haben wie Hausschwalben, die ihr Nest an unserem Dache sich bauen. Es ist ein stilles, vornehmes und unsäglich schönes Buch geworden, das man ehrfürchtig in die Hand nimmt, ehrfürchtig aus der Hand legt, stillergriffen, nachdenklich, voll einer Liebe zu dem Menschen, der ein so starkes, reines Herz hat und es so lauter schenkt. Hermann Hesse bedeutet einen Gipfelpunkt deutscher Erzählerkunst.
(Münchener Zeitung)
Wie man etwa Eduard Mörikes Gedichte lesen sollte, an einem stillen, schönen Sommertage im Grase liegend, der Zeit und jeder Alltäglichkeit weit entrückt, ruhevoll nur sich und dem Weben der leise schaffenden Natur lauschend, in solcher Sonntagsstimmung sollte man Hermann Hesses neuen Novellenband „Diesseits“ lesen.
(Neue Zürcher Zeitung)