Er lief mit dem Muschelkorb davon. Otto Burkhardt nahm seines Freundes Arm und ging mit ihm ins Freie. Er ließ sich durch den Park und schließlich zum Atelierhaus führen.
„Ja, da ist angebaut worden,“ stellte er alsbald fest, „sieht übrigens recht hübsch aus. Wann hast du das machen lassen?“
„Vor drei Jahren etwa, glaube ich. Das Atelier selbst ist auch größer geworden.“
Burkhardt sah sich um.
„Der See ist unbezahlbar! Da wollen wir am Abend ein wenig schwimmen. Du hast es schön hier, Johann. Aber jetzt muß ich das Atelier sehen. Hast du neue Bilder da?“
„Nicht viele. Aber eines, ich bin vorgestern erst damit fertig geworden, das mußt du ansehen. Ich glaube, das ist gut.“
Veraguth schloß die Türen auf. Der hohe Arbeitsraum war festlich sauber, der Boden frisch gescheuert und alles aufgeräumt. In der Mitte stand einsam das neue Bild. Sie blieben schweigend davor stehen. Die feuchtkalte, zähe Atmosphäre der trüben, regnerischen Morgenfrühe stand im Widerspruch mit dem klaren Licht und der heißen durchsonnten Luft, die durch die Türen hereinfloß.
Lange betrachteten sie das Werk.
„Das ist das letzte, was du gemacht hast?“
„Ja. Es muß ein anderer Rahmen darum, sonst ist nichts mehr dran zu tun. Gefällt es dir?“