Er blinzelte nachdenklich und sah zu Boden.

„Man kann nicht wissen. Ich habe noch keine Ahnung, wie lange ich wegbleiben werde, und daß Indien für Leute meines Alters sehr gesund ist, glaube ich kaum.“

Sie schüttelte streng den Kopf.

„Ich meine nicht das. Sterben können wir alle. Ich meine, ob du überhaupt die Absicht hast, wiederzukommen.“

Er schwieg und blinzelte, schließlich lächelte er schwach und erhob sich.

„Ich denke, darüber reden wir ein andermal. Es war unser letzter Streit, weißt du, als wir vor einigen Jahren diese Frage besprachen. Ich möchte nun hier auf Roßhalde keinen Streit mehr haben, mit dir am wenigsten. Ich nehme an, du denkst darüber noch gleich wie damals. Oder würdest du mir heute den Kleinen überlassen?“

Frau Veraguth schüttelte schweigend den Kopf.

„Ich dachte es mir,“ sagte ihr Mann mit Ruhe, „wir wollen diese Dinge nun ruhen lassen. Du kannst, wie gesagt, über das Haus verfügen. Es liegt mir nichts daran, Roßhalde zu behalten, und wenn du eine Gelegenheit findest, das Ganze gut zu verkaufen, so gib es weg!“

„Das ist nun das Ende von Roßhalde,“ sagte sie mit einem Ton tiefer Bitterkeit, und sie dachte dabei an die Zeit ihrer Anfänge, an Alberts Babyjahre, an alle ihre damaligen Hoffnungen und Erwartungen. Das war also das Ende davon.

Veraguth, der sich schon zur Türe gewandt hatte, kehrte noch einmal um und rief sanft: „Nimm es nicht so schwer, Kind! Wenn du magst, kannst du ja alles behalten.“