„Und jetzt geht’s dir gut, hört man?“
„Recht gut, danke.“
„Mußt auch meiner Frau Grüßgott sagen, gelt?“
„Ich bin schon bei ihr gewesen.“
„So, das ist brav. Na, dann ist ja alles gut.“
Damit senkte er das Gesicht wieder in sein Buch und streckte mir die Hand hin, und da er annähernd die Richtung getroffen hatte, ergriff ich sie schnell und ging vergnügt hinaus.
Nun waren die Staatsbesuche gemacht, und ich ging zum Essen heim, wo es mir zu Ehren Reis und Kalbsbraten gab. Nach Tisch zog mich mein Bruder Fritz beiseite in sein Stübchen, wo meine frühere Schmetterlingsammlung unter Glas an der Wand hing. Die Schwester wollte mitplaudern und streckte den Kopf zur Türe herein, aber Fritz winkte wichtig ab und sagte: „Nein, wir haben ein Geheimnis.“
Dann sah er mich prüfend an, und da er auf meinem Gesichte die genügende Spannung wahrnahm, zog er unter seiner Bettstatt eine Kiste hervor, deren Deckel mit einem Stück Blech belegt und mit mehreren tüchtigen Steinen beschwert war.
„Rat’, was da drinnen ist,“ sagte er leise und listig.
Ich besann mich auf unsere ehemaligen Liebhabereien und Unternehmungen und riet: „Eidechsen.“