„Er wird sie kaum freuen.“
„Übrigens, wie heißt sie denn?“
„Anna Amberg.“
„Amberg ist schön. Und Anna ist ein Heiligenname, aber ein langweiliger, schon weil man ihn nicht abkürzen kann.“
„Wär dir Anastasia lieber?“
„Ja, da könnte man Stasi oder Stase draus machen.“
Da fiel mein Vater ein: „Anna ist ein ganz hübscher Name. Eine Tante von mir hat so geheißen.“
„Was, eine Großtante Anna? Von der wissen wir ja gar nichts.“
„Kein Wunder. Ich weiß selber nichts von ihr als den Namen. Sie ist gestorben, als ich noch klein war.“
Mittlerweile hatten wir die letzte Hügelhöhe erreicht, die von einem Absatz zum andern nahe geschienen und sich hingezögert hatte. Nun sahen wir von einem Felsen über merkwürdig verkürzte, abschüssige Felder hinweg, durch die wir gestiegen waren, tief im engen Tale die Stadt liegen. Hinter uns aber stand auf welligem Lande stundenweit der schwarze Tannenwald, hin und wieder von schmalen Wiesen oder von einem Stück Kornland unterbrochen, das aus der bläulichen Schwärze heftig hervorleuchtete.