Hesse gibt die Geschichte eines Bauernbuben, eines harten, muskeligen Kerls, der aber den versonnenen Träumerkopf des Hermann Hesse auf den Schultern hat. Und da ist schon die Tragik – so einer findet sich im Leben nicht zurecht. Draußen nicht, aber drinnen wohl. Wahrhaftige Firnenreinheit ist über den letzten Kapiteln im Gebirge, da sich alles klärt und versöhnt.

(Freistatt, München)

Umwege

Wie Gottfried Keller in seinen „Seldwylern“, so hat Hesse in seinen Gerbersauern seine sicherste Meisterschaft erreicht, seine ganz persönliche Domäne gefunden. Nur ungern verläßt man den Kreis derer, die sein Blick aus dem Alltage gehoben, gewählt hat zu Kunstwerklein, deren filigranfein gestichelte Prägung dem Kenner und beschaulichen Genießer nachhaltige Freuden gewährt.

(Berliner Tageblatt)

Aus Indien

Hesse hat Indien ganz auf seine Art erlebt, mit jener selben großen, verinnerlichten Gelassenheit, mit der er in seinen Romanen und Novellen Menschen und Landschaften seiner süddeutschen Heimat erlebt. Wohin er uns auch führt, es ist ein berückender Genuß, ihm zu folgen.

(Königsberger Allgemeine Zeitung)

Roßhalde

Nie hat Hermann Hesse künstlerisch etwas so Starkes gestaltet wie die seelische Spannung dieses Gebundenseins, den schmerzhaften Bann der zwiefachen Einsamkeit dessen, der zum engsten Zusammenleben mit einem einst nahen, aber nun willenlos feindlich fernen Menschen verdammt ist. „Roßhalde“ ist eines der menschlich tiefsten und wahrsten Bücher, die geschrieben sind.