Der Abend ging hin wie auf Flügeln. Als die beiden Jünglinge Abschied nahmen, erhob sich am Fenster klein und sorgenvoll die vergessene Mutter, legte ihre schmale, wesenlose Hand in die warmen, kräftigen Hände der Jungen und wünschte eine gute Nacht. Fritz ging noch ein paar Gassen weit mit Ladidel, der des Vergnügens und Lobes voll war.

In der still gewordenen Weberschen Wohnung wurde gleich nach dem Weggange der Gäste der Tisch geräumt und das Licht gelöscht. In der Schlafstube hielten wie gewöhnlich die beiden Mädchen sich still, bis die Mutter eingeschlafen war. Alsdann begann Martha, anfänglich flüsternd, das Geplauder.

»Wo hast du denn deine Maiblumen hingetan?«

»Du hast's ja gesehen, ins Glas auf dem Ofen.«

– »Ach ja. Gut Nacht!« –

»Ja, bist müd?«

»Ein bißchen.«

»Du, wie hat dir denn der Notar gefallen? Ein bissel geschleckt, nicht?«

»Warum?«

»Na, ich hab immer denken müssen, mein Fritz hätte Notar werden sollen und dafür der andre Friseur. Findest du nicht auch? Er hat so was Süßes.«