„Nix einstecken, ihr Luder! Fressen könnet ihr soviel ’neingeht, aber nix einstecken. Wart, Gutedel du, dalketer!“

„He, Herr Nachbar, no net so stolz! Da probieren Se emol!“

„Wie Honig! Akrat wie Honig. Wieviel machet Se denn?“

„Zwei Fäßle, meh net, aber kein’ schlechten.“

„’s isch no guet, daß mer net im Hochsommer mostet, sonscht tät mer älles grad saufa.“

Auch heuer sind die paar grämlichen alten Leute da, die nicht fehlen dürfen. Sie mosten selber schon lang nicht mehr, aber sie verstehen alles besser und erzählen von Anno Duback, wo man das Obst so gut wie geschenkt bekam. Alles war so viel billiger und besser, von Zuckerdazutun wußte man noch gar nix, und überhaupt haben die Bäume damals ganz anders getragen.

„Do hat mer no von ere Ernt’ rede könne. I han a Epfelbeimle g’het, das hot allei seine feif Zentner g’schmissa.“

Aber so schlecht auch die Zeiten geworden sind, die grämlichen Alten helfen doch auch heuer ausgiebig probieren und die noch Zähne haben, von denen kaut jeder an seinem Apfel herum. Einer hat sogar ein paar große Wadelbirnen gezwungen und elend das Grimmen bekommen.

„I sags ja“, räsonniert er, „früher han i von dene meine zehn Stück g’essa.“ Und er gedenkt unter ungeheuchelten Seufzern an die Zeiten, da er noch zehn Wadelbirnen fressen konnte, ehe er ’s Grimmen bekam.