| Neigung der Fläche gegen die Horizontale | Auf- Vor- Trieb | Geschwindigkeit in Meter per Sekunde | |||
| 10 | 20 | 50 | 100 | ||
| 1° | Ry | 21·7 | 86·8 | 542·5 | 2170·0 |
| Rx | 0·4 | 1·54 | 9·5 | 38·0 | |
| 5° | Ry | 108·0 | 432·0 | 2700·0 | 10800·0 |
| Rx | 9·4 | 37·6 | 235·0 | 940·0 | |
| 10° | Ry | 214·0 | 856·0 | 5350·0 | 21400·0 |
| Rx | 37·5 | 150·0 | 937·5 | 3750·0 | |
Sehr leicht läßt sich daraus zum Beispiel für horizontale Fahrt die erforderliche motorische Arbeit (Anzahl der Pferdestärken [N]) rechnen. In der folgenden Tabelle bedeuten die eingesetzten Ziffern die Anzahl Pferdestärken, welche nötig sind, um diesen Stirnwiderstand zu überwinden.
| Flächen-Neigungswinkel gegen die Horizontale | Pferde- stärke | Bei einer Horizontalgeschwindigkeit von x-Meter resultiert ein Aufwand an Pferdestärken | |||
| 10 | 20 | 50 | 100 | ||
| 1° | 0·05 | 0·2 | 1·3 | 5·1 | |
| 5° | N | 1·3 | 5·0 | 31·0 | 130·0 |
| 10° | 5·0 | 20·0 | 125·0 | 500·0 | |
Trägt man auf der Abszissenaxe für einen bestimmten Grad die Geschwindigkeiten und auf der Ordinatenaxe die Hebekräfte, respektive den zu überwindenden Widerstand und die dazu nötige Anzahl von Pferdestärken auf, so erhält man in der dadurch entstehenden Kurve ein übersichtliches Bild über deren Verlauf.
Diese wenigen Andeutungen werden genügen, um den für die Sache sich interessierenden, besonders wenn er selbst Bleistift und Zirkel in die Hand nimmt, über die nötigen Anhaltspunkte zur Beurteilung der bei Drachenfliegern auftretenden, hauptsächlichsten Faktoren, das sind über die Flächenwinkel, die Geschwindigkeit, Arbeitskraft und Hebewirkung, zu orientieren.
Das genaue Einstellen und das Beibehalten des Flächenwinkels gegen die Horizontale wird wohl praktisch schwer möglich sein; es ist dies aber nicht von so großem Belange als man meinen sollte. Der praktische Flugtechniker sagt: »Die Flächen stellen sich von selbst in diejenigen Winkel ein, die ihren Bewegungs- und Stabilitätsverhältnissen eben entsprechen.« Darauf einzugehen, würde hier zu weit führen.
Will man mit Aëroplanen höher oder tiefer steigen oder horizontal fahren, so gelten nachfolgende Relationen:
Es muß beim Horizontalfluge Ry = G
» fallenden Fluge Ry < G
» steigenden Fluge Ry > G sein.
Die Erzeugung von Ry, d. i. dem Auftriebe, liegt in der Hand des Aëroplanführers, d. h. je nachdem er seine Maschine stärker oder schwächer arbeiten läßt, also schneller oder langsamer fährt, wird er mehr oder weniger Hebekraft erzielen. Ist der Drachenflieger mit einer Schraube ausgestattet, so lehrt eine einfache Überlegung, daß einer gewissen Umdrehungszahl der Horizontalflug, einer geringeren der abwärts gerichtete, einer größeren aber der Aufwärtsflug entsprechen müsse.