»Ist richtig!« »So ist es!« »Das ist die Wahrheit!« »Schwindel!« »Betrügerei!« so schrie es, und selbst die Neumannsche Leibwache stimmte mit in das Hohngelächter und das Entrüstungsgepolter ein.

Der Berliner, der vor Aufregung zu hastig getrunken hatte, sprang auf und kreischte: »Ist das eine Art und Weise von 'ner Sache! Einen hier erst herlotsen und dann zum Narren halten? Und wer ist denn der Herr, der Sie um die schöne Entschädigung bringen will? Ist es ein Bauer, ist es einer von Ihnen? Fragen Sie im Celler Zuchthause an, wer es ist!«

Weiter kam er nicht. Alle Bauern bis auf den Vorsteher und Volkmann sprangen auf und es war ein Gebrüll, daß Frau Nordhoff in der Küche schrie: »Herr im hohen Himmel, das gibt Mallör!«

Nordhoff schloß schnell die kleine Tür auf und als der Agent noch reden wollte, schob er ihn ziemlich unsachte hinaus.

»I so 'n Lümmel,« sagte der Vollmeier Röpke; »so 'n Lümmel! Nordhoff, nun aber schnell Bier. Es ist man ein Segen, daß der Klabautermann sich dünne gemacht hat, denn mir fing die Hand schon an zu jucken.«

Als jeder Bier hatte, rief der lange junge Mann: »Unser Freund Volkmann, der uns vor schwerem Schaden bewahrt hat, er soll leben vivat hoch und abermals hoch und zum dritten Male hoch.«

Während alle mit dem Hilgenbauer anstießen, hub der Schneider Fricke, der kein Freibier vertragen konnte, mit seinem verschossenen Tenor zu singen an: »Er lebe hoch, hoch, hoch!« denn er war Mitbegründer des Gesangvereins Reethagen.


Die Nachtigall.