Bei Tische mußte der Hansbur zwischen dem ersten Vorsitzenden und dem Ehrenvorsitzenden Platz nehmen, und obzwar er sich mächtig im Trinken zurückhielt, hatte er doch bald einen roten Kopf, denn von allen Seiten wurde ihm vorgetrunken, so daß er nicht wußte, ob er sich wegen der vielen Ehre freuen oder schämen sollte.
Er war so glücklich, wie er es seit der Zeit, wo er es heimlich mit Meta hielt, noch nicht wieder gewesen war, und die Bäuerin bekam vor Freude nasse Augen, als er ihr erzählte, wie es ihm gegangen war, und sie sah zu ihm auf, wie zu dem Pastor auf der Kanzel.
Die größte Freude aber hatte sie, als erst das Kreisblatt mit einem Bericht über die Rede und hinterher die landwirtschaftliche Zeitung mit der wortwörtlichen Rede kam, und da drückte es ihr auf das Herz, wie wenig sie neben einen solchen Mann paßte.
Hehlmann ließ sie das aber nicht merken, und weil die Sonne nun wieder durch die Hofeichen schien, gediehen die Leute, und die Frau wurde wieder meist so ansehnlich, wie sie als Mädchen gewesen war, als sie sich noch um die Mannsleute Mühe gab.
Wenn sie jetzt beide zur Kirche gingen, sahen die Leute nicht mehr von ihm zu ihr und meinten: »Na, er ist da auch man so dran hängen geblieben.« Auch bei den Mädchen war sie in Ansehen gekommen, seitdem sie das Schimpfen aufgegeben hatte.
Seitdem der Bauer in Haus und Hof seine Zufriedenheit fand, gewöhnte er sich auch mehr an die Kinder heran, auf die er früher wenig acht gegeben hatte.
Detta, die älteste, die ganz nach ihrer Vaters-Mutter schlachtete, hatte an Hausarbeit und Blumen Freude.
Sophie, die mehr auf ihre Großmutter von Mutterseite artete, war mehr für den Gemüsegarten und das Federvieh.