»Gewiß,« sagte Göde und überlegte schnell. Der beste Bock ging am Totenort, aber den wollte er selber schießen. »Im Brammelkampe geht ein guter Sechser; er steht bei westlichem Winde schon bei hellichtem Tage draußen,« sagte er.

»Na, dann kannst du Wolf führen,« befahl der Bauer.

Drei Tage später gingen Wolf und Göde mit Tange, der hirschroten Teckelhündin, los.

Als sie bei den alten Heidenbrinken waren, die rund um den Brammelkamp lagen, und sich bei einem breiten Machangelbusche angesetzt hatten, dauerte es nicht lange, und das Schmalreh trat aus der Fuhrendickung und gleich darauf der Bock.

Der gelbe Neid stieg Göde in den Hals, als er sah, wie Wolf den Hahn überzog und das Zündhütchen aufsetzte, und es kam ihm in den Sinn, den Bock fortzuwinken.

Aber da krachte es schon, der Bock machte kehrt und floh in die Dickung zurück.

Den Hohenhölter schüttelte nachträglich das Jagdfieber, zumal er meinte, daß er daneben gehauen hätte. Aber Göde tröstete ihn: »Er hat die Kugel Blatt; er hat gut gezeichnet. Wir wollen ihn erst krank werden lassen und dann soll Tange ihn arbeiten.«

So vesperten die Jungens denn über den Daumen und als eine Stunde um war, wurde Tange zur Fährte gelegt. Sie führte die Jungens durch die Dickung, über die hohe Haide bis an die Ohlendorper Grenze.

Am Grenzgraben machte Göde einen langen Hals und dann rief er: »Da liegt er!«