In dem Kruge lernte er auch Klas Kordes näher kennen, einen jungen Bauern, der früher in Lichtelohe als Knecht gedient hatte. Das war ein fixer Kerl, und wo er war, da ging es hoch her.
Er hatte nicht weit vom Kruge auf einen guten Hof geheiratet, der einem wahren Ungetüm von Frau gehörte, so groß und so breit, wie es rundumher keine gab, aber eine fleißige und herzensgute Frau, die ganz verrückt in ihren hübschen Kerl war, der zwölf Jahre jünger war als sie.
Wenn auf dem Hofe die Arbeit nachließ, machte er allerlei Fuhren für den Krüger; auch wußte man, daß er ein gefährlicher Scharfschütze war.
Er hatte sich eine kleine Jagd gepachtet, die vor dem königlichen Forst lag, und aus der er mehr Böcke herausholte, als andere aus zehnfach größeren Jagden.
Er hatte eine Schwester, die bei ihm auf dem Voßhofe war, ein ansehnliches Mädchen, die Hehlmann mächtig in die Augen stach.
Als im Piewittskruge Tanzefest war, tanzte Hehlmann nur mit Trina Kordes. Es ging lustig zu, denn bei dem Krüger gab es bessere Sachen zu trinken, als in den anderen Wirtschaften.
Als der wilde Meyer aus Krusenhagen, der am Abend vorher mit dem Schweinehändler im Kruge hoch gespielt und gefährlich gewonnen hatte, drei Buddeln Schampagner ausgab, da war kein Halten mehr; überall knallten die Körke gegen die Decke und das Küssen und Drücken nahm kein Ende.
Auch Hehlmann hatte ganz seine Ernsthaftigkeit verloren. Er hatte mehrere Flaschen Schampagner ausgegeben und dazwischen noch eine Mischung nach der anderen getrunken, die aus viererlei Schnaps und Likör zusammengegossen war und die sie doppelte Liebe nannten.