Je länger er aber ging, um so mehr schlug es in ihm um, denn die scharfe Luft und der Grog hatten ihn zwischen sich und als er in der Haide war, wo die Fuhren so schwarz im Schnee standen, war ihm hundeelend zumute.
Wie ein Stromer hatte er sich benommen; ohne Not hatte er zugeschlagen, und einen Mann, der ihm an Kräften weit nachstand. Und dann sah er sich da sitzen und saufen und bölken wie ein Stück Vieh, und es ekelte ihn so, daß er nach seinem eigenen Schatten spuckte.
Da sah er, daß er das Gewehr bei sich hatte; es wurde ihm schwarz vor den Augen, er nahm es von der Schulter, zog den Hahn über, stellte den Kolben in den Schnee, hielt die Mündung gegen seinen Schlaf und riß mit der Stockzwinge den Abzug durch.
Nun war auf dem Hehlenhofe ein Hund, der hieß Widu und hing sehr an dem Bauern. Der hatte die Hasen aus dem Futterkohl gebracht, und als er zurücklief, kam er unter dem Winde da vorbei, wo Hehlmann lag.
Er lief hin, roch an ihm herum, und als er das Blut spürte, heulte er los und lief so schnell wie er konnte nach dem Hofe und bellte den Knecht heraus.
Der verwies ihm erst das Bellen, als der Hund sich aber immer gefährlicher anstellte, ging er hinter ihm her und fand den Bauern im Schnee liegen. Er ging zurück, weckte die anderen Knechte und auf einer Wagenleiter trugen sie den Bauern in das Haus.
Als sie ihn wuschen, kam Hehlmann wieder zu sich; er hatte nur einen Prellschuß über dem linken Auge. Er ließ sich verbinden und schlief bis in den hellichten Tag hinein.
Als er sich vermuntert hatte, fiel ihm nach und nach alles ein, was sich begeben hatte, und er wünschte sich, daß er besser getroffen hätte, so schämte er sich, obzwar die Bäuerin und die Leute an ein Unglück glaubten und nicht daran dachten, daß er Hand an sich gelegt hatte.
Nachmittags kam der Vorsteher und fragte, wie das mit der Schlägerei gekommen sei. »Der Sägemüller will dich verklagen, Hansbur,« sagte er; »er hat ein Maul wie ein Baumaffe!«