Na, na, ihr Leit, su is fei net,
Es is viel anrsch wurn,
Es wärd in darer itzing Zeit
Ka setts als Zeig geburn.

Gebliem sei när da altn Barg,
Es Wassr un dr Wind,
Da Menschn sei was Anrsch wurn,
Dos waß gedwedig Kind.

Gebliem is ah da alta Sproch
Noch bun a feins paar Leit,
Sa schnadln odr egal dra
In darer itzing Zeit.

Gebliem is ah dr viela Rehng
Un is halt egal reg,
Is gu wos lus in Annebarg,
Do hot's ah Niederschlög.

Gebliem is odr ah noch wos
In unrn wing Geblit,
Un söll ah bleim wie unra Barg:
A orndlich guts Gemit!

Röder-Johanngeorgenstadt.

2. Das Lied vom Erzgebirge.

Weise: Gott sei mit dir, mein Sachsenland.

Macht uns die Sorge still und matt
Auf harter Lebensbahn,
Sind wir des Kohlendunstes satt,
Dann zieh'n wir flugs bergan:
Hinauf, wo reine Lüfte weh'n,
Im blauen Duft die fernen Gipfel steh'n,
Hinauf, hinauf ins Bergrevier!

O Greifenstein, o Morgenleit',
Ihr locket mit Gewalt!
O Auersberg im grünen Kleid,
Du hoher Spiegelwald,
Des Sonnenwirbels mächt'ger Thron:
Ihr gebt dem Steiger schönsten Lohn;
Seid uns gegrüßt vieltausendmal!