Noochert will iech hutzn gih.
Heit beschert ne Kinnern schie!
's is ju heit Bornkinnl!
Komme ah de Maadle nooch!
Bie dann Grethn gut mei Tog:
's is ä lus's Gesinnl!

Bie ä led'ger Boss und ho
Nooch enn Schatz ball dort, ball do
Schu gestrabt von Harzn: –
Ober dos is wunnerlich!
Kaane thut, als will se mich!
– na, iech ka's vrschmarzn! –

Gute Nacht drweil, ihr Leit!
Weckt miech morng ze rachter Zeit!
Morng giht's in de Mettn!
Wemmer su de halbe Nacht
Hot fei lustig zugebracht,
Kreicht mr in de Bettn.

21. Michel's Erzählung vom Annaberger Vogelschießen.

Doletzt wor iech in Annebarg,
(Gevatter, losst Eich grißn!)
Do ho iech's Maul weit aufgesperrt:
Do war ä Vuglschießn!
Wos mr fer Zeich in Stedn macht! …
Ze Schanden ho iech miech gelacht.

Frih Morngs, wie de Sonn aufgieng,
Do fieng ah a' dr Rummel:
Zwee Grenadierer ranntn rim
Off'n Gassn mit dr Trummel;
Die schlu'ng ganz drbarmlich drauf
Und wecktn do de Herr'n auf.

Nu mochtn welche drunner sei,
Die's gar verschlofn hattn:
Drim pumpertn se nochmol nei,
Und dos off all'n Gassn.
Nooch liefn d'Herrn in's Rothaus nei;
Kä Fraa war oder net drbei.

Do brachtn se enn Ma' gefihrt
(Dacht', 's wär ä armer Sinder –),
Dann hattn se schie ausgeziert,
Glaabt mir'sch, ihr Harznskinder!
Ne ganzn Rock mit Blach behängt! …
Möcht wissn, war setts Zeich drdenkt! –

Nu liefn alle Leit drzu
Und freetn sich net wenig.
Dar Ma' sooch schwarz und gar net fruh:
Se sahtn, 's wär dr »König«!
Iech wollt eich schwörn bei meiner Seel:
Dar Kienig hält sist Knöppln feel.