17961895
EinwohnerWohnhäuserEinwohner
Annaberg450060015025
Buchholz14001807989
Ehrenfriedersdorf10002005123
Eibenstock20003007216
Elterlein9001502105
Geyer13002505764
Grünhain9002501813
Jöhstadt13002002358
Johanngeorgenstadt30003805313
Lengefeld16002803431
Marienberg30006006574
Oberwiesenthal12002002031
Scheibenberg8001302567
Schlettau8001003175
Schneeberg44006008284
Schwarzenberg13001623738
Stollberg16004007028
Thum10001304134
Wolkenstein12002002099
Zöblitz8001102386
Zschopau37005506962
Zwickau500090050391
Zwönitz12002002925

Wie schnell die Bevölkerungszahl unserer sächsischen Städte gewachsen ist, dürften folgende Ergebnisse der Volkszählung aus dem Jahre 1830 darthun. Vor 70 Jahren hatte Dresden 63 000 Einwohner; Freiberg 10 000; Chemnitz 16 500; Zschopau 5000: Annaberg 4500; Buchholz 2000; Ehrenfriedersdorf 2000; Elterlein 1750; Geyer 2650; Grünhain 1500; Jöhstadt 1500; Johanngeorgenstadt 3000; Lengefeld 1200; Marienberg 3000; Oberwiesenthal 1800; Scheibenberg 1400; Schlettau 1180; Schwarzenberg 1800; Thum 1150; Wolkenstein 1600; Zöblitz 1150; Leipzig 40 000; Schneeberg 6200; Zwickau 5500; Zwönitz 1600; Plauen 6600; Oelsnitz 3200 etc.

Die Ergebnisse der letzten Volkszählungen sind nach erfolgter Zusammenstellung in Sachsen für die Stadtgemeinden bis zu 5000 Einwohnern folgende:

18951890
Leipzig399969293525
Dresden336440276085
Chemnitz161018138955
Plauen5519747008
Zwickau5039144202
Freiberg2928228954
Zittau2813325394
Glauchau2488523404
Reichenbach2441121498
Bautzen2366821517
Crimmitschau2355419975
Meerane2300322429
Meißen1882817874
Werdau1735616256
Döbeln1576313890
Wurzen1567414627
Pirna1567213848
Annaberg1502514959
Mittweida1345111299
Großenhain1202411946
Frankenberg1191511369
Riesa117689389
Oelsnitz115579427
Limbach1142911832
Radeberg102958739
Oschatz100129382
Waldheim99359215
Grimma98038935
Löbau86947522
Aue84156007
Schneeberg82848212
Borna82517485
Sebnitz81997956
Auerbach81337481
Hainichen80668258
Roßwein80627602
Falkenstein80047068
Buchholz79897812
Kirchberg79107729
Leisnig77617946
Kamenz76947748
Netzschkau75386585
Hohenstein75347549
Mylau73796354
Markneukirchen72706652
Eibenstock72167166
Stollberg70286937
Zschopau69627441
Rochlitz68476186
Treuen67846472
Penig65826560
Marienberg65746301
Lichtenstein64685837
Burgstädt64586693
Bischofswerda59695512
Lößnitz59025887
Markranstädt58794991
Geyer57645302
Oederan55165665
Groitzsch54515390
Lengenfeld51395213
Ehrenfriedersdorf51234599
Colditz51214681
Johanngeorgenstadt51135124
Pegau50845286

Vierter Abschnitt.
Die Kriegszeiten des Obererzgebirges.

37. Der Kriegszug Kaiser Heinrichs II. über das Erzgebirge.

Von 999 bis 1002 regierte in Böhmen Herzog Boleslaw III., Rothaar. Dieser gab bei Antritt seiner Regierung Befehl, seine Brüder Jaromir und Udalrich zu töten. Sie flohen hilfesuchend zu Kaiser Heinrich II. Die Schwäche des Böhmenherzogs erkannte auch der Polenherzog Boleslaw Chrobri, der, nachdem er früher schon Schlesien, Mähren und die Slowakei erobert hatte, in Böhmen einrückte, Boleslaw entthronte und seinen jüngsten Bruder zum Herzoge machte. Das war ein Tyrann und Trunkenbold; er starb 1003. Nach ihm nötigte der Polenherzog den Böhmen Rothaar wieder auf, welcher nun an seinen Feinden Rache nehmen wollte. Am 10. Februar 1003 lud er die Vornehmsten des Reiches zu einer Hoffestlichkeit ein, bei welcher er die Nichtsahnenden niedermetzeln ließ. Das Volk rief den Polenherzog, der gern kam, Rothaar gefangen nahm und ihn mit glühenden Blechen blenden ließ. Er starb in Polen in der Gefangenschaft. Der Polenherzog kümmerte sich nicht um die Brüder des Entthronten und dachte, ein großes Reich gegründet zu haben durch die Vereinigung Polens und Böhmens.

Da er nicht dem Kaiser huldigte, brach sofort der Reichskrieg gegen Polen aus.