Der Jozup zog die Brauenhaare noch finsterer zusammen, stieg auf und fuhr vom Hofe herunter.
Der Jurris stand da und sah ihm nach, und die Marinke grämte sich, daß er noch immer nicht zu ihr sprach. Schließlich war sie doch „auf Prob’“ hier. Was sollte werden, wenn es so blieb?
Darum tat sie etwas, was ihrem schüchternen Sinne ganz zuwider war und wozu sie bisher den Mut noch nie gefunden hatte. Sie stellte sich neben ihn und sagte: „Vielleicht bist du so gut und nimmst mich dann einmal mit.“
Hätte er nun eine kurze und unwirsche Antwort gegeben oder ihr sonst sein Mißfallen gezeigt, dann hätte sie gewußt, daß sie ihren Kasten bald würde packen müssen. Aber was tat er?
Er drehte sich nach ihr um; ein gutes, man konnte sagen, ein glückliches Lächeln ging über sein ganzes Gesicht, und er entgegnete: „Wirst du dann auch einmal mit mir fischen kommen?“
Nun wußte sie, wie sie mit ihm dran war und daß sie mit ihrem Kasten würde hierbleiben können für ihre ganze Lebenszeit. Am liebsten wäre sie gleich davongelaufen und hätte im Winkel geweint, aber sie bezwang sich und lächelte nur und sagte: „Du hast ja bisher noch gar nicht gefischt.“
„Ich habe immer auf dich gewartet,“ entgegnete er.
„Wenn du die Mutter gebeten hättest, hätte sie mich wohl freigelassen,“ sagte sie.
„Ja, das hätte ich eigentlich tun können,“ entgegnete er, „aber ich dachte immer, du hättest zu viel zu tun.“
„Zu tun habe ich wohl genug,“ war ihre Antwort, „aber wie man fischt, das sähe ich gar zu gerne.“