„Du hast kein Tuch,“ sagte er, „du wirst Kopfschmerzen kriegen.“ Und er holte eine Ölkappe hervor, die sollte sie aufsetzen. Aber sie wollte nicht, denn sie fürchtete, er werde über ihr Aussehen lachen müssen. Und das sagte sie ihm auch.

Aber da begann er schon im voraus zu lachen und rief: „Hundertmal reichen nicht, daß ich dich in der Ölkappe sehen werde.“

Und ohne sich zu besinnen, was sie da sagte, entgegnete sie: „Aber dann werden wir auch verheiratet sein.“

Noch wie das Wort kaum heraus war, da schämte sie sich schon so sehr, daß sie sich am liebsten ins Wasser gestürzt hätte. „O Gott, o Gott,“ dachte sie, „jetzt wird er mich für dreist und für zudringlich halten.“ Und weil sie fühlte, daß sie ganz glutrot geworden war und immer noch röter wurde, drehte sie ihm den Rücken und machte sich klein.

Er — vom Steuer her — sagte: „Marinke, dreh dich doch um.“

Aber sie vermochte es nicht. Denn plötzlich stieg der Gedanke in ihr auf: „Es wird nicht sein — es kann nicht sein. Es ist zu schön für mich — und ich bin es nicht wert.“

Wie ein Herzbruch kam es über sie, so daß sie bitterlich zu weinen begann.

Der Jurris stand von seinem Platze auf und setzte sich neben sie, so dicht, daß ihr Rücken an seine Brust stieß.

Und er fragte sie, ob sie ihn denn wirklich nicht wolle, da sonst ja die Heirat kein Grund zu solchen Tränen sei.

Aber sie weinte nur um so heftiger.