Und er, der klug war wie einer, hatte Befehl gegeben, daß, wenn ein Mann im Dorfe herumfragte, wo die Kiekutis wohnten, bei denen die Fremde sich aufhielt, kein einziger es wissen dürfe — nicht einmal der Schulze — und daß man ihn, wenn er durchaus keine Ruhe gab, ins Pfarrhaus weise; da könne er’s wahrscheinlich erfahren.
So kam es, daß der Jozup, der wütend von einem zum andern lief und alsbald erkannte, daß man ihn narre, schließlich einem Manne ins Angesicht sah, mit dem sich nicht so leicht umspringen ließ wie mit einem schutzlosen Weibe.
Ja, das Weib — das sei ihm egal, das könne seinetwegen gehen, Filzschuhe wichsen, aber das Kind — das Kind, das müsse er haben, tot oder lebendig.
Nun war der Pfarrer Hoffheinz aber ein guter Freund vom alten Settegast — er hat ja später in zweiter Ehe auch dessen Tochter geheiratet —, das sagte er dem Jozup so nebenbei. Und daß, wenn auf diese Weise die Kürbisgeschichte ruchbar würde, von einem Verschulden der Frau nicht mehr die Rede sein könne, das sagte er auch.
Da wurde der Jozup alsbald ganz windelweich, ließ seine Ansprüche fahren und setzte für die Zeit nach der Scheidung auch noch ein Jahrgeld aus, so hoch, wie es einer Besitzersfrau zukommt.
Ohne die Marinke mit einem Auge gesehen zu haben, fuhr er zurück übers Haff — zurück zu seiner Mutter, der Wölfin. Und nie mehr hat er einen solchen Angriff gewagt.
Die Marinke blieb bei den guten Leuten, die ihr fast so zugetan waren wie einst die Mutter Enskys, und nährte zugleich mit dem eigenen Kinde das fremde rosig und blank.
Und als ein Jahr darauf dessen Vater herbeigesegelt kam, nach ihm zu sehen, da fand er es nicht anders, als ob die tote Mutter noch lebte.
So geschah es fast von selber, daß die beiden sich miteinander versprachen.
Er hatte in manchem Ähnlichkeit mit dem Jurris, und das gefiel der Marinke am meisten.