„Aber soll denn das immer so fortgehen?“ fragt die Doczene.

„Sie ist schon aus fünf Brotstellen weggelaufen, wenn sie genug gehabt hat,“ sagt die Indre, „und mit ihm wird sie’s nicht anders machen.“

Aber die Ane Doczys, mitleidigen Herzens, wie Nachbarinnen sind, denen es morgen ebenso gehen kann, warnt sie wieder und wieder.

„Wir haben uns auch erkundigt,“ sagt sie, „das sind dann immer Saufbengels gewesen und Duselköpfe. So einen wie deinen Mann läßt die nicht los.“

Dies Wort führt der Indre so recht zu Gemüte, was für einen vortrefflichen Mann sie gehabt hat, ehe die Busze ins Haus kam. Aber sie weint und klagt nicht, denn es ist nicht ihre Art. Sie wendet nur ein wenig das eingefallene Gesicht und sagt: „Wie Gott will.“

Nun, vorerst geht es so, wie die Doczene will.

Die kommt nach Hause und sagt zu ihrem Mann, der auf der Ofenbank liegt und schläft: „Doczys,“ sagt sie, „hier sind die Wasserstiefel. Setz die Segel ins Mittelboot, wir fahren nach Minge.“

„Aus welchem Grund fahren wir nach Minge?“ fragt er ungehalten; denn wer schläft, will Ruhe haben.

Aber die Doczene, in Wut bei dem Gedanken, daß es ihr morgen ebenso gehen kann, fackelt nicht viel und stößt ihn herunter. Er bekommt auch noch die schweren Stiefel angezogen, und eine halbe Stunde später fahren die beiden nach Minge.

Am Tage darauf kommt der alte Jaksztat in Wilwischken an. Er ist nicht zu Kahn gekommen, das hätte zu armemannsmäßig ausgesehen, sondern hat den Umweg über Land nicht gescheut, um seinem Schwiegersohn mit dem Verdeckwagen und dem neusilbernen Kummetgeschirr unter die Nase zu reiben, welcherart das Haus ist, aus dem seine Frau herstammt.