"Ach!" fiel ihr der Geck lachend in die Rede, "der Oberst läßt den in Frieden leben, der ihm Ihr Herz entrissen hat, und er sollte sich für seine Frau schlagen?… Welche Umkehrung der Grundsätze!… Ich bitte Sie, lassen Sie mich mit der kleinen Dame tanzen. Sie werden auf diese Weise am schnellsten den Beweis erhalten, wie wenig Liebe das eiskalte Herz besitzt, das Sie verabschiedet haben, denn wird der Oberst böse darüber, daß ich seine Gattin zum Tanzen veranlasse…."
"Sie liebt aber ihren Mann…."
"Das ist wieder ein Einwurf, der…."
"Sie ist aber verheiratet…."
"Köstliche Einwände in Ihrem Munde!"
"Ach!" sagte die Gräfin mit einem bitteren Lächeln, "Ihr bestraft uns bitter für unsere Fehltritte und unsere Reue! Dann beklagt Ihr Euch noch über unsern Leichtsinn! So wirft der Herr seinen Sklaven die Sklaverei vor. Welche Ungerechtigkeit!" "Betrüben Sie sich nicht!" sagte Martial lebhaft. "Oh, ich bitte Sie darum, verzeihen Sie mir! Hören Sie! Ich denke nicht mehr an Frau von Soulanges."
"Sie verdienten, daß ich Sie zu ihr schickte!"
"Ich gehe schon…." sagte der Baron lachend; "allein ich werde verliebter in Sie zurückkehren, als ich es je gewesen bin, und Sie werden sehen, daß sich auch das hübscheste Weib von der Welt eines Herzens nicht bemächtigen kann, das Ihnen gehört."
"Das heißt, Sie wollen das Pferd des Obersten gewinnen?"
"Ha, der Verräter!" antwortete er lachend und drohte seinem lächelnden
Freunde mit dem Finger.