Er hob den Arm und wies Riccardo mitten im hügeligen Walde einen hellen Fleck. »Dort ist Bosco rado und dort drüben, nicht weit von jener Waldlichtung, sitzen die Palma.«

Er lächelte und reichte Riccardo die Hand hinüber. »Dort wirst du meine Antwort von vorhin verstehen!«

»Ja, dort werden wir uns erst recht verstehen!« erwiderte Riccardo.

Und sie ritten scharf drauflos, um recht bald nach Bosco rado zu kommen.

VII.

Da sie dann durch tiefe Dämmerung ritten, blitzten auf einmal ganz nahe die Lichter von Bosco rado auf, das ihnen während der letzten Stunde verdeckt gewesen war, und es währte auch gar nicht lange, daß sie die Lichter ordnen und die Fensterreihen und den ganzen Aufbau des Schlosses daraus erzeichnen konnten.

Aber in der Nähe des Schlosses ward jetzt ein helles, breites Licht sichtbar, von Schatten unterbrochen, und das Licht loderte manchen Augenblick plötzlich in die Höhe, so daß Emilio ängstlich wurde und dem fragenden Riccardo die Antwort schuldig blieb.

»Dort auf dem leichten Hügel neben dem Schlosse sind die Wirtschaftsgebäude,« sagte er wie zu sich, »es wird doch hoffentlich kein Feuer entstanden sein, das wäre eine schlechte Illumination für meine unerwartete Heimkunft!«

Sie ritten rascher, und nun sahen sie auch schon, daß die Schatten mit einer gewissen Regelmäßigkeit durch das Licht huschten, und bald hörten sie laute Stimmen und helles Lachen. Der Wald nahm die Reitenden für kurze Zeit wieder auf, ein leichter Wind wehte ihnen jubelnde Stimmen und auch die rasch verstummenden Töne einer tollen Musik zu.

»Oh, die feiern ein ländliches Fest!« sagte Emilio mit erleichterter Brust. »Wir wollen uns erst die Festlichen anschauen und sie dann überraschen. Wir wollen uns im Schatten unter sie mischen und uns dann im Lichte erkennen lassen.«