Helene. Meine Ehe! Meine Ehe — mit wem denn?

Hans Karl. Das weiß ich nicht. Aber ich hab' mir das in einer ganz genauen Weise vorstellen können, wie das alles sein wird, und wie es sich abspielen wird, mit ganz wenigen Leuten und ganz heilig und feierlich, und wie alles so sein wird, wie sich's gehört zu Ihren Augen und zu Ihrer Stirn und zu Ihren Lippen, die nichts Überflüssiges reden können, und zu Ihren Händen, die nichts Unwürdiges besiegeln können — und sogar das Ja-Wort hab' ich gehört, ganz klar und rein, von Ihrer klaren, reinen Stimme — ganz von weitem, denn ich war doch natürlich nicht dabei, ich war doch nicht dabei! — Wie käm' ich als ein Außenstehender zu der Zeremonie — Aber es hat mich gefreut, Ihnen einmal zu sagen, wie ich's Ihnen mein. — Und das kann man natürlich nur in einem besonderen Moment; wie der jetzige, sozusagen in einem definitiven Moment —

Helene (ist dem Umsinken nah, beherrscht sich aber).

Hans Karl (Tränen in den Augen). Mein Gott, jetzt hab' ich Sie ganz bouleversiert, das liegt an meiner unmöglichen Art, ich attendrier mich sofort, wenn ich von was sprech' oder hör', was nicht aufs Allerbanalste hinausgeht — es sind die Nerven seit der Geschichte, aber das steckt sensible Menschen wie Sie natürlich an — ich gehör' eben nicht unter Menschen — das sag' ich ja der Crescence — ich bitt' Sie tausendmal um Verzeihung, vergessen Sie alles, was ich da Konfuses zusammengeredt hab' — es kommen ja in so einem Abschiedsmoment tausend Erinnerungen durcheinander — (hastig, weil er fühlt, daß sie nicht mehr allein sind) — aber wer sich beisammen hat, der vermeidet natürlich, sie auszukramen — Adieu, Helen, Adieu.

Der berühmte Mann (ist von rechts eingetreten).

Helene (kaum ihrer selbst mächtig). Adieu! (Sie wollen sich die Hände geben, keine Hand findet die andere.)

Hans Karl (will fort nach rechts).

Der berühmte Mann (tritt auf ihn zu).

Hans Karl (sieht sich nach links um).

Crescence (tritt von links ein).