Hans Karl. Was für eine Geschichte?

Crescence. Die, von der wir sprechen: Helen-Neuhoff. Ich hintertreib' sie von heut' auf morgen.

Hans Karl. Was?

Crescence. Ich nehm' Gift darauf, daß sie heute noch genau so verliebt in dich ist wie vor sechs Jahren, und daß es nur ein Wort, nur den Schatten einer Andeutung braucht —

Hans Karl. Die ich dich doch um Gottes willen nicht zu machen bitte —

Crescence. Ah so, bitte sehr. Auch gut.

Hans Karl. Meine Liebe, allen Respekt vor deiner energischen Art, aber so einfach sind doch gottlob die Menschen nicht.

Crescence. Mein Lieber, die Menschen sind gottlob sehr einfach, wenn man sie einfach nimmt. Ich seh' also, daß diese Nachricht kein großer Schlag für dich ist. Um so besser — du hast dich von der Helen desinteressiert, ich nehm' das zur Kenntnis.

Hans Karl (aufstehend). Aber ich weiß nicht, wie du nur auf den Gedanken kommst, daß ich es nötig gehabt hätt', mich zu desinteressieren. Haben denn andere Personen auch diese bizarren Gedanken?

Crescence. Sehr wahrscheinlich.