Agathe. Daß ich Sie sehe, Euer Gnaden Erlaucht! Ich zittre ja.

Hans Karl. Wollen Sie sich nicht setzen?

Agathe (stehend). Oh, Euer Gnaden, seien nur nicht ungehalten darüber, daß ich gekommen bin, statt dem Brandstätter.

Hans Karl. Aber liebe Agathe, wir sind ja doch alte Bekannte. Was bringt Sie denn zu mir?

Agathe. Mein Gott, das wissen doch Erlaucht. Ich komm' wegen der Briefe.

Hans Karl (ist betroffen).

Agathe. Oh Verzeihung, oh Gott, es ist ja nicht zum Ausdenken, wie mir meine Frau Gräfin eingeschärft hat, durch mein Betragen nichts zu verderben.

Hans Karl (zögernd). Die Frau Gräfin hat mir allerdings geschrieben, daß gewisse in meiner Hand befindliche, ihr gehörige Briefe, würden von einem Herrn Brandstätter am Fünfzehnten abgeholt werden. Heute ist der Zwölfte, aber ich kann natürlich die Briefe auch Ihnen übergeben. Sofort, wenn es der Wunsch der Frau Gräfin ist. Ich weiß ja, Sie sind der Frau Gräfin sehr ergeben.

Agathe. Gewisse Briefe — wie Sie das sagen, Erlaucht. Ich weiß ja doch, was das für Briefe sind.