Neuhoff. Ich habe das Glück, Gräfin Helene nicht selten zu sehen und ihr in Verehrung anzugehören.
(Eine kleine, etwas genierte Pause).
Neuhoff. Heute nachmittag — wir waren zusammen im Atelier von Bohuslawsky — Bohuslawsky macht mein Porträt, das heißt, er quält sich unverhältnismäßig, den Ausdruck meiner Augen festzuhalten: er spricht von einem gewissen Etwas darin, das nur in seltenen Momenten sichtbar wird — und es war seine Bitte, daß die Gräfin Helene einmal dieses Bild ansehen und ihm über diese Augen ihre Kritik geben möchte — da sagt sie mir: Graf Bühl kommt nicht, gehen Sie zu ihm. Besuchen Sie ihn, ganz einfach. Es ist ein Mann, bei dem die Natur, die Wahrheit alles erreicht und die Absicht nichts. Ein wunderbarer Mann in unserer absichtsvollen Welt, war meine Antwort — aber so hab' ich mir ihn gedacht, so hab' ich ihn erraten, bei der ersten Begegnung.
Stani. Sie sind meinem Onkel im Felde begegnet?
Neuhoff. Bei einem Stab.
Hans Karl. Nicht in der sympathischesten Gesellschaft.
Neuhoff. Das merkte man Ihnen an, Sie sprachen unendlich wenig.
Hans Karl (lächelnd). Ich bin kein großer Causeur, nicht wahr, Stani?
Stani. In der Intimität schon!