Lukas. Sehr wohl, Euer Erlaucht. Der neue Diener muß es umgestellt haben, ohne daß ich's bemerkt habe. Er hat überall die Hände und die Ohren, wo er sie nicht haben soll.
Hans Karl. Morgen um sieben Uhr früh expedieren.
Lukas. Sehr wohl. Der Diener vom Herrn Grafen Hechingen war am Telephon. Der Herr Graf möchten selbst gern sprechen wegen heute abend: ob Erlaucht in die Soiree zu Graf Altenwyl gehen oder nicht. Nämlich, weil die Frau Gräfin auch dort sein wird.
Hans Karl. Rufen Sie jetzt bei Graf Altenwyl an und sagen Sie, ich habe mich freigemacht, lasse um Erlaubnis bitten, trotz meiner Absage doch zu erscheinen. Und dann verbinden Sie mich mit dem Grafen Hechingen, ich werde selbst sprechen. Und bitten Sie indes die Kammerfrau, hereinzukommen.
Lukas. Sehr wohl. (Geht ab, Agathe herein.)
Fünfzehnte Szene
Hans Karl (nimmt das Paket mit den Briefen). Hier sind die Briefe. Sagen Sie der Frau Gräfin, daß ich mich von diesen Briefen darum trennen kann, weil die Erinnerung an das Schöne für mich unzerstörbar ist: ich werde sie nicht in einem Brief finden, sondern überall.
Agathe. Oh, ich küss' die Hand! Ich bin ja so glücklich. Jetzt weiß ich, daß meine Frau Gräfin unsern Herrn Grafen bald wiedersehen wird.
Hans Karl. Sie wird mich heut' abend sehen. Ich werde auf die Soiree kommen.
Agathe. Und dürften wir hoffen, daß sie — daß derjenige, der ihr entgegentritt, der gleiche sein wird wie immer?