DIE GESAMMELTEN GEDICHTE
Vorfrühling[7]
Erlebnis[9]
Vor Tag[11]
Reiselied[13]
Die beiden[14]
Lebenslied[15]
Gute Stunde[17]
Dein Antlitz …[18]
Weltgeheimnis[19]
Ballade des äußeren Lebens[20]
Nox portentis gravida[21]
Glückliches Haus[23]
Botschaft[24]
Terzinen über Vergänglichkeit (I–IV) [26]
Manche freilich …[29]
Ein Traum von großer Magie[30]
Im Grünen zu singen (I–III)[32]
Liedchen des Harlekin[34]
Zerbinetta[35]
Gesang der Ungeborenen[37]
Lied der Welt[38]
GESTALTEN
Ein Knabe (I–II)[41]
Der Jüngling in der Landschaft[42]
Der Schiffskoch, ein Gefangener, singt[43]
Des alten Mannes Sehnsucht nach dem Sommer[44]
Verse auf ein kleines Kind[46]
Der Kaiser von China spricht[47]
Großmutter und Enkel [49]
Gespräch[51]
Gesellschaft[53]
Der Jüngling und die Spinne[55]
Idylle. Nach einem antiken Vasenbild: Zentaur mit verwundeter Frau am Rand eines Flusses[58]
PROLOGE UND TRAUERREDEN
Prolog zu dem Buch ›Anatol‹[69]
Zu einem Buch ähnlicher Art[72]
Zum Gedächtnis des Schauspielers Mitterwurzer[74]
Auf den Tod des Schauspielers Hermann Müller[77]
Verse zum Gedächtnis des Schauspielers Josef Kainz[79]
Zu einer Totenfeier für Arnold Böcklin[82]

DIE GESAMMELTEN GEDICHTE

VORFRÜHLING

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Er hat sich gewiegt,
Wo Weinen war,
Und hat sich geschmiegt
In zerrüttetes Haar.

Er schüttelte nieder
Akazienblüten
Und kühlte die Glieder,
Die atmend glühten.

Lippen im Lachen
Hat er berührt,
Die weichen und wachen
Fluren durchspürt.

Er glitt durch die Flöte
Als schluchzender Schrei,
An dämmernder Röte
Flog er vorbei.