Verspätet sind wir keinerweis,
Auch hör ich nichts, nit laut noch leis.

JEDERMANNS MUTTER:

Ich hörs und weiß im Herzen mein
Das sind die himmlischen Schalmein.
So singen sie vor Gottes Thron:
Das geht auf meinen lieben Sohn.
Ich spür zu dieser nächtigen Stund
Ist seine Seele worden gesund.
Er ist versöhnet Gott dem Herrn
Des sterb ich freudiglich und gern.
Erhört ist meine große Bitt,
Und weiß daß ich einmal hintritt
Vor Gottes meines Schöpfers Thron
Und find dort meinen lieben Sohn.
Bald lässest deine Dienerin
In deinen Frieden fahren hin.
Amen.

KNECHT:

Wollt ihr nit kommen, Frau?
Die Zeit vergeht, es wird schon grau.

(Sie gehen vorbei.)

GLAUBE:

Jedermann, so sei Gott mit dir,
Als, wie ich dich nun und hier,
In deines Erlösers Hand befehl,
So sei deine Rechenschaft ohn Fehl.

WERKE

(hat ihre Krücken von sich geworfen und tritt zu ihnen.)