(Sie führen ihn ab.)

SCHULDKNECHTS WEIB:

Kannst du das sehn und stehst wie Stein?
Wo bett ich heut die Kinder mein?

(Geht ihm nach.)

JEDERMANN

(zum Gesellen):

Tu mirs zulieb, geh da hint nach
Und sieh im stillen zu der Sach.
Der Mann kommt in Turm, da mag nichts frommen,
Dem Weib gewähr ich ein Unterkommen
Und was sie nötig hat zum Leben
Zusamt den Kindern, das will ich ihr geben.
Mein Hausvogt soll mir darnach sehn
Und ihr freimachen eine Kammer
Doch will ich Plärrens ledig gehn
Ihre Not nicht wissen, noch Gejammer.
Das ist ein erzverdrießlich Sach
Man lebt geruhig vor sich hin
Hat wahrlich Böses nit im Sinn
Und wird am allerschönsten Tag
Hineingezogen und weiß nit wie
In Hader, Bitternis und Klag
Und aufgescheucht aus seiner Ruh.
Ich frag dich, wie komm ich dazu:
Was geht mich an dem Kerl sein Taglauf?
Er hats halt angelegt darauf,
Nun steckt er drin, schreit ach und weh
Das folgt halt wie aufs A das B.
Ein Häusel baun mit fremdem Geld,
Wer also haust, um den ists so bestellt.
Das ist seit Adams Zeit der Lauf,
Ist nit erst kürzlich kommen auf.
Zum Schluß aber tät ers in d’ Schuh schieben,
Dem, so er Haufen Geldes schuldig blieben.
Dess Langmut und Geduld arg viel
Hat müssen herhalten zu dem Spiel
Der selbig erbarmungsvolle Mann
Der wär ihm gar ein Teufel dann.
Jetzt aber, daß ich es ehrlich sag,
Steht mir der Sinn nit mehr darnach,
Daß ich einen Lustgarten anschau,
Auch wird es duster schon und grau.
Tu mir die Lieb, mein guter Gesell,
Wenn du das andre besorgt hast schnell,
Trag den Kaufschilling da zurecht,
Weil die Versäumnis mir Ärgernis brächt.
Der Garten zusamt dem Lusthaus drein
Soll alls für meine Freundin sein
Auf einen Jahrtag ein Angebind.

GESELL:

Bei der ich dich doch heut Abend find?
Ich bring dir den Kaufbrief gleich dahin
Ausgefertigt nach deinem Sinn.