Klara lächelte.

»Es ist unheimlich, wie du mich kennst.«

»Wo also waren sie? Ich nehme an, daß du keine Heimlichkeiten vor mir hast,« sagte er scherzhaft.

»Doch! Ich habe sogar Wynfried gebeten, sie mir zu lassen – bis heute ...«

Sie kniete neben ihm nieder – wie das oft geschah – dem Gelähmten schien sie dann am nächsten, konnte am besten zu ihm emporsehen – oben in seinem Zimmer hatte sie ihr niedriges Stühlchen neben seinem Thron.

Sie faltete ihre Hände um seine Rechte. Die schlanken, weißen Finger preßten förmlich diese große Männerhand ...

»Vater,« sagte sie leise, »ich glaube, dein Haus wird weiterblühen. Und du mußt durchaus leben, damit du siehst, daß ich dein Enkelkind in deinem Sinne erziehe.«

»Klara? ...«

»Ja,« sprach sie, »im April.«

Sie hatte ihre Blicke zu ihm emporgewandt und schaute voll in das große Auge ...