Ja, da war er dann auch ruhig – er streichelte Klaras Hand und sah sie an und fand ihr Gesicht blaß und scharf. – Aber er schalt nicht. – Er dachte sich wohl, was ihr Gemüt erschüttert hatte. – Auch ihm, dem Manne, erbebte das Herz, wenn ein Arbeiter erschlagen ward von der Riesenfaust des Eisens und des Feuers.

»Mein Kind!« sagte er nur zärtlich, »mein Kind!«

Und dann fragte er noch: »Wird er leben bleiben?«

»Sylvester hofft es.«

»Ist es ein Verheirateter von Severinshof?«

Klara wußte es nicht.

Da mischte sich Leupold ein, der mit den Händen am Griff des Fahrstuhls bereit stand, um seinen Herrn in den Lift zu schieben.

»Nein. Georg hat gehört, er heißt Judereit und sei ein wilder Kerl –«

»Möchte er gerettet werden,« sprach der alte Herr leise vor sich hin.

Aber nun wollte er zur Ruhe. – Was? Gerade schlug die Uhr auf der Diele. – Einen Schlag? Dunkel und volltönig? Halb eins! Wo blieb nur Wynfried?