Sie wandte sich, blickte im Zimmer umher – ihre Augen blieben an der Uhr hängen – die gelbbronzene kleine Pendelscheibe, eine starke Handbreit unter der größeren gelbbronzenen Zeigerscheibe, ging hin und her und her und hin zwischen den Alabastersäulen, und der kleine Amor von weißem schimmernden Stein fiedelte sein fröhliches stummes Liebeslied ...

Nun schlug die Uhr siebenmal, hell und klingend.

Es war, als habe der letzte Ton Klaras Haltung getroffen und zerschlagen ...

Sie legte die Hände vors Gesicht und weinte – weinte.

Was hatte er alles getan – für sie und ihre Mutter!

Wie ihm jemals genug danken!

»Wenn ich doch sterben könnte, um ihm damit Gesundheit zu erkaufen!«

Aber sie wußte wohl, auf solchen Austausch läßt sich das Schicksal nicht ein.

Wie ihm jemals genug danken?

Ein Leben reichte dazu nicht aus. – Mit welch heißer Freude würde sie es für ihn hingeben.