»Wenn es unauffällig geschehen kann ...« flüsterte er zurück.
Nun zog die Gesellschaft zum Ufer hinab, um die Fahrt in den geschmückten Booten auf dem nächtlichen Wasser des Wyk zu machen. Nur ein paar ältere Herren und die Baronin Bratt blieben zurück.
»Es wetterleuchtet!« schrie Fräulein Edith.
»Keine Spur. Das ist das Blinkfeuer des Leuchtturms,« sagte jemand.
Fräulein von Gerwald hatte auch gesehen, daß es sehr starkes Wetterleuchten gewesen war. Aber sie schwieg. Sie wollte ihrer Herrin nicht das Programm verderben. Und würgte lieber die jäh aufsteigende, schlotternde Angst hinunter.
Dieser Menschentrupp, von einer teils künstlichen, teils echten Lustigkeit wie besessen, hatte für Stephan etwas merkwürdig Törichtes.
Im unsicheren Licht, das die an den abwärtsführenden Wegen aufgehängten bunten Laternen hergaben, sah er dicht vor sich Frau Klara Lohmann. Zuweilen konnte er ganz deutlich den schlanken Hals mit dem feinen Haaransatz erkennen und den braunen Haarknoten. Jetzt erst, in diesem Dämmerlicht fiel ihm auf, wie einfach sie gekleidet war ... Sonderbar. Sie hatte doch reich werden wollen ...
Unten am Bootshaus war ein Gedränge und Gelächter.
Edith tat, als sei sie beständig in Gefahr, ins Wasser zu fallen, und war recht laut. Sie wollte auch durchaus selbst ein Ruder haben, und deshalb stieg sie in das Ruderboot, wo die blonde Hausfrau, ein wenig schwer atmend, schon saß und sich von Wynfried Lohmann einen Schal umlegen ließ. Das Boot füllte sich so rasch, daß es Stephan keine Mühe kostete, sich auszuschließen.
Frau Agathe rief: »Aber Herr von Marning sollte doch mit hier herein ...«