Wir haben uns alle an die Fenster gedrängt ... Der Schrecken erstarrt unsere Herzen zu Eis. – »Dort kommt es ... dort kommt es!« flüstert mein Nachbar.

Richtig: rings um den fernen Erdrand begann es sich zu bewegen, hoben und senkten sich kleine wellige Hügel.

»Das Meer!« durchfuhr es uns alle im selben Augenblick. »Gleich wird es uns alle verschlingen ... Wie kann es bloß so wachsen und in die Höhe steigen? Bis zu diesem Felsgrat?«

Allein es wächst, wächst mit rasender Eile ... Schon sinds nicht mehr einzelne, in der Ferne schwankende Hügel ... Eine einzige geschlossene, ungeheure Woge überflutet den ganzen Horizont.

Sie rast, rast auf uns zu! In eisigem Sturme braust sie heran, ballt sich wie Höllennacht. Alles erbebt ringsum – dort aber, in jener hereinbrechenden Masse – Dröhnen, Donnern, tausendstimmiger, eherner Schrei ...

Ha! Welch ein Brüllen und Heulen! Das ist der Schreckensschrei der Erde ...

Vernichtung ihr! Vernichtung allem!

Noch einmal wimmert der Kleine ... Ich will mich an meine Gefährten klammern – doch schon sind wir alle zerschmettert, begraben, verschlungen, fortgerissen von dieser pechschwarzen, eisigen, donnernden Woge!

Finsternis ... ewige Finsternis!

Nach Atem ringend erwachte ich.