»Gift und Galle ist er!« begannen nun die Bekannten über den Dummkopf zu urteilen. – »Aber welch ein Kopf!« – »Und welche Redegewandtheit!« – setzten andere hinzu. – »O gewiß, er hat Talent!«
Das Ende war, daß der Herausgeber eines Tageblattes dem Dummkopf die Leitung des kritischen Teiles übertrug.
Da fing nun der Dummkopf an, alles und alle zu kritisieren, ohne seine gewohnte Art noch seine bisherigen Ausdrücke irgendwie zu ändern.
Jetzt ist er, der einst Autoritäten befehdete – selbst eine Autorität – und die Jugend beugt sich vor ihm – und fürchtet ihn.
Was sollten sie auch tun, die armen jungen Leutchen? – Es ist ja – im allgemeinen – fatal, sich beugen zu sollen ... indessen, es unterstehe sich nur mal einer und beuge sich nicht – gleich sitzt er im Topf der »Zurückgebliebenen«!
Leicht hats ein Dummkopf unter Hasenfüßen.
Eine Legende des Morgenlandes
Wer kennt nicht in Bagdad den großen Dschaffar, die Sonne des Weltalls?
Einst – vor langen Jahren – da er noch ein Jüngling war, lustwandelte Dschaffar in der Umgebung von Bagdad.
Plötzlich traf ein heiserer Schrei sein Ohr: es rief jemand verzweifelt um Hilfe.