»Seien Sie mir willkommen,« fuhr Wassili Iwanowitsch fort, indem er militärisch grüßend die Hand an das fettige Käppchen legte, das seinen Kopf bedeckte; – »ich weiß, Sie sind an jeden ausgesuchtesten Luxus gewöhnt, aber selbst die Großen dieser Erde verschmähen es nicht, einige Zeit unter dem Dache einer Hütte zu leben.«
»Wie können Sie mich einen Großen dieser Erde nennen!« rief Arkad aus; »und dann bitte ich Sie zu glauben, daß ich durchaus nicht an Luxus gewöhnt bin.«
»Erlauben Sie, erlauben Sie,« erwiderte Wassili Iwanowitsch mit lächelnder Miene, »obgleich ich jetzt zum alten Eisen gehöre, hab ich mich doch einst in der Welt umgetan, und ich kenne den Vogel am Fluge. Auch bin ich ein wenig Psycholog und Physiognomiker. Ohne diese Gabe, wie ichs nennen möchte, wäre ich längst verloren; man hätte mich zertreten, mich armes Erdenwürmchen, das ich bin. Ich sags Ihnen ohne Kompliment: Die Freundschaft, die, soviel ich sehe, zwischen Ihnen und meinem Sohn besteht, erfreut mich außerordentlich. Ich komme eben erst von ihm her; er ist nach seiner Gewohnheit, die Sie kennen, sehr früh aufgestanden und durchstreift die Umgegend. Erlauben Sie mir eine Frage: Ist es lange her, daß Sie meinem Sohne nahestehn?«
»Wir lernten uns vergangenen Winter kennen.«
»Wahrhaftig? Erlauben Sie mir noch eine Frage … Aber wir könnten uns setzen? Erlauben Sie mir, Sie mit der Offenherzigkeit eines Vaters zu fragen, was Sie von meinem Eugen halten?«
»Ihr Sohn ist einer der hervorragendsten Männer, die mir je vorgekommen sind,« antwortete Arkad lebhaft.
Die Augen Wassili Iwanowitschs öffneten sich plötzlich weit, und eine leichte Röte färbte seine Wangen. Er ließ den Spaten fallen, den er in der Hand hatte.
»Also Sie glauben …« nahm er wieder das Wort.
»Ich bin gewiß,« fuhr Arkad fort, »daß Ihr Sohn eine große Zukunft vor sich hat; er wird Ihren Namen berühmt machen. Davon war ich gleich bei unserer ersten Begegnung überzeugt.«