»Ach, wie lieb ich dieses Geschöpf … dies unbedeutende!« rief Paul mit schmerzlichem Ton aus und legte den Arm unter den Kopf. – »Ich werde nie dulden, daß ein Unverschämter sie zu berühren sich erlaube …« murmelte er kurz darauf.

Kirsanoff seufzte; er hatte keine Ahnung, auf wen sich diese Worte bezogen.

Am andern Morgen erschien Bazaroff gegen acht Uhr bei ihm, er hatte inzwischen seine Effekten gepackt und alle seine Frösche, Vögel und Insekten in Freiheit gesetzt.

»Sie kommen, mir Lebewohl zu sagen,« sagte Kirsanoff aufstehend.

»Mein Gott, ja!«

»Ich verstehe Sie und gebe Ihnen vollkommen recht. Mein armer Bruder hat ohne Zweifel unrecht gehabt, auch ist er dafür gestraft. Ich weiß es von ihm selber, daß er Sie in die Unmöglichkeit versetzt hatte, anders zu handeln, als Sie taten. Ich glaube, daß es Ihnen sehr schwer geworden wäre, dies Duell zu vermeiden, welches … welches sich bis zu einem gewissen Grad aus dem beständigen Widerstreit Ihrer gegenseitigen Ansichten erklärt. (Nikolaus Petrowitsch verwirrte sich in seinen Worten und atmete schwer.) Mein Bruder ist reizbarer Natur, eigensinnig den alten Ideen zugetan … Ich danke Gott, daß alles so ohne weitere Folgen abgelaufen ist; übrigens habe ich alle Vorkehrungen getroffen, daß die Sache nicht ruchbar wird …«

»Ich werde Ihnen meine Adresse hinterlassen, und falls man aus alledem eine Geschichte machen wollte, können Sie mich immer wiederfinden,« warf Bazaroff hin.

»Hoffentlich ist diese Vorsicht unnötig, Eugen Wassilitsch … Ich bedaure sehr, daß Ihr Aufenthalt in unserem Hause ein … derartiges Ende genommen hat. Das bekümmert mich um so mehr, als Arkad …«

»Vermutlich werde ich ihn wiedersehen,« erwiderte Bazaroff, den jede Art von »Auseinandersetzung« oder »Erklärung« ungeduldig machte. – »Andernfalls bitte ich Sie, ihn von mir zu grüßen und ihm mein ganzes Bedauern auszudrücken.«