»Duniascha wird das in Ihrer Abwesenheit besorgen; bleiben Sie ein wenig bei einem armen Kranken. Zudem habe ich mit Ihnen zu reden.«
Fenitschka setzte sich schweigend auf den Rand eines Lehnsessels.
»Hören Sie,« fuhr Paul, seinen Schnurrbart zupfend, fort, »ich wollte Sie schon lange fragen, warum Sie, wie es scheint, Angst vor mir haben?«
»Wer? ich?«
»Ja, Sie … Sie sehen mir nie gerade ins Gesicht; es scheint, daß Ihr Gewissen nicht ganz rein ist.«
Fenitschka errötete, sah Paul Petrowitsch aber an. Der Ausdruck seines Gesichtes schien ihr so unheimlich, daß sie im Grunde ihres Herzens erbebte.
»Ist Ihr Gewissen rein?« fragte er sie.
»Warum sollt es nicht?« sagte sie mit leiser Stimme.
»Was weiß ich? Übrigens, gegen wen könnten Sie sich etwas haben zuschulden kommen lassen? gegen mich unmöglich. Gegen irgend jemand anders im Hause? das scheint mir gleichfalls nicht annehmbar. Gegen meinen Bruder … Nein, denn Sie lieben ihn.«