»Hast du das alles selbst gepflückt?« fragte Frau Odinzoff.

»Ja,« sagte Katia.

»Wird die Tante zum Tee kommen?«

»Sie wird sogleich erscheinen.«

Im Sprechen lächelte Katia mit einem schüchternen, aber offenen Ausdruck des Gesichts, wobei sie mit einer Art anmutiger Herbheit von unten nach oben blickte. Alles an ihr atmete die Frische der Jugend: die Stimme, der leichte Flaum ihres Gesichts, die rosigen Hände, deren innere Fläche mit weißlichen Ringen bedeckt war, und ihre etwas schmalen Schultern. Sie errötete beständig und atmete tief und rasch.

Frau Odinzoff wandte sich zu Bazaroff:

»Es geschieht aus lauter Artigkeit,« sagte sie zu ihm, »wenn Sie das Album ansehen, Eugen Wassilitsch! Das kann Sie nicht interessieren. Setzen Sie sich doch zu uns und lassen Sie uns über irgend etwas streiten.«

Bazaroff trat hinzu.

»Sehr gerne, aber worüber wollen Sie streiten?«

»Das gilt mir gleich. Ich sage Ihnen vorher, daß ich den Widerspruch liebe.«