»Grüß Gott, Onkel!« rief ich ihm noch aus der Ferne zu. »Willst dich wohl wieder in der Sonne wärmen?«
Lukjanytsch wandte mir sein hageres Gesicht zu und lüftete stumm die Mütze.
Ich trat näher.
»Grüß Gott, Onkel,« wiederholte ich so freundlich, wie ich es nur konnte, um ihn milder zu stimmen. »Hast du ihn denn noch nicht gesehen?« fügte ich hinzu, als ich meinen neuen Viertelrubel noch immer auf der Erde liegen sah.
Ich zeigte auf die Silbermünze, die aus dem kurzen Grase halb hervorlugte.
»Hab ihn schon gesehen.«
»Warum hast du ihn nicht aufgehoben?«
»Das Geld gehört nicht mir, darum hab' ich es nicht aufgehoben.«
»Du bist doch wirklich merkwürdig, mein Lieber!« entgegnete ich etwas verlegen. Ich hob die Münze auf und reichte sie ihm: »Nimm, es ist ein Trinkgeld für dich!«
»Vielen Dank,« entgegnete Lukjanytsch mit ruhigem Lächeln. »Ich brauch' es nicht, kann auch ohne das Geld auskommen. Vielen Dank.«