»Ich begreife nicht, was Sie da so interessiert,« entgegnete Lukjanytsch unzufrieden. »Was wollen Sie sehen? Es sind ja nur Koffer darin und altes Geschirr ... eine Rumpelkammer und nichts weiter.«
»Ich will sie aber doch sehen, zeig' sie mir bitte, Alter,« sagte ich, obwohl ich mich innerlich meiner unanständigen Beharrlichkeit schämte. »Siehst du, ich möchte ... ich möchte, auch bei mir im Dorfe ein solches Haus ...«
Ich schämte mich noch mehr und konnte den angefangenen Satz nicht zu Ende bringen.
Lukjanytsch stand, den grauen Kopf gesenkt, und sah mich etwas eigentümlich mit krauser Stirne an.
»Zeig' sie mir doch,« wiederholte ich.
»Nun, von mir aus,« sagte er endlich. Er holte den Schlüssel aus der Tasche und machte sehr ungern die Türe auf.
Ich blickte in die Kammer hinein. Es war da wirklich nichts Bemerkenswertes. An den Wänden hingen alte Bildnisse mit dunklen, beinahe schwarzen Gesichtern und bösen Augen. Auf dem Boden lag verschiedenes Gerümpel.
»Nun, haben Sie sich sattgesehen?« fragte mich mürrisch Lukjanytsch.
»Ja, danke!« erwiderte ich eilig.
Er schlug die Türe zu. Ich ging ins Vorzimmer und aus dem Vorzimmer in den Hof.