»Wo ist er denn?«

»Ja, es ist ihm ... ein Unglück zugestoßen.«

»Ist er gestorben?« fragte ich erstaunt.

»Er hat sich erhängt.«

»Erhängt!« rief ich erschrocken aus und schlug die Hände zusammen.

Wir blickten einander an.

»Ist es lange her?« fragte ich schließlich.

»Heute sind es fünf Tage. Gestern wurde er beerdigt.«

»Warum hat er sich erhängt?«

»Gott weiß warum. Er war ja ein freier Mensch, kein Leibeigener mehr, er bekam sein Gehalt, er kannte keine Not, die Herrschaft behandelte ihn wie einen Verwandten. Wir haben ja eine so selten gute Herrschaft, Gott schenke ihr langes Leben! Man kann gar nicht begreifen, was ihm geschehen war. Der Böse hat ihn wohl verführt.«