Von J. J. MEYER, Professor an der Universität Chicago
Mit einleitendem Vorwort von Prof. Dr. RICHARD SCHMIDT
Ca. 300 Seiten. Elegant broschiert M. 12.—. In Originalband M. 20.—.
Inhalt: Einleitung. Sitte, Sittlichkeit, Sittsamkeit. Das Weib ist Eigentum. Geringe Wertschätzung weiblicher Tugend. Warum ist Ehebruch ein Vergehen? Altdeutsche Anschauung vom Weibe. Anschauung im Mittelalter. Die Anstandspflicht der mittelalterlichen Frau war Ehebruch und Unzucht. Die mittelalterliche Anschauung von der Liebe. Sie ist allmächtige Urkraft; bringt Leid; bringt den Tod; bringt Freude und alles Große; bringt Ehre und ist Pflicht. Die Frau muß „lohnen“. Zorn gegen die, die nicht „lohnt“. Die „romantische“ Minne unwahr. Wirkliche Treue beim Mann nicht nötig, ja lächerlich. „Doppelte Moral.“ Verschwiegenheit in der Liebe. Die huote Rücksichtslosigkeit der Minner. Die Minne und die Religion. Das Mittelalter ist nicht die Zeit der wirklich romantischen Liebe. Nur Wolfram und Gottfried haben die vertiefte Liebe. Gottfrieds Anschauung von der Liebe. Ist sein Tristan unsittlich? Parteilichkeit für die Verliebten. Auch für Gottfried ist die Liebe eine unwiderstehliche Macht. Die Liebe ist die völlig freie Königin. Die bürgerliche Moral ist eigentlich die schlimmste Unsittlichkeit. Sein Ideal der Liebe und ihre Herrlichkeit. Gottfrieds idealistischer Pessimismus. Gottfrieds moralische Rechtfertigung seines Liebespaares. Seine Ansicht von den Betrügerstückchen der beiden und seine Parteilichkeit für sie. Religion und Liebe bei Gottfried. Beim Gottesurteil hat Isolde recht! Gott ist hantierlich wie ein Ärmel usw. usw. Parallelstellen. Register.
Russische Grausamkeit Einst und jetzt
Ein Kapitel aus der Geschichte der öffentl. Sittlichkeit in Rußland
Von BERNHARD STERN
279 Seiten mit 12 Illustrationen. Broschiert M. 20.—. Gebunden M. 28.—.
Inhalt: 1. Grausamkeit der Herrschenden. 2. Grausamkeit in der Verwaltung. 3. Todesstrafen und Gliederstrafen. 4. Prügelstrafen und Züchtigungsinstrumente. 5. Gefängnisse, Verbannung, Folter. 6. Sklavensinn und Leibeigenschaft. Grausamkeit im Familienleben.