»Um Ihnen das geringste Vergnügen zu bereiten, Sie wissen es, Natalia Alexejewna, bin ich bereit … würde ich … nicht solche Kleinigkeiten …«

Wolinzow stockte.

Natalia blickte ihn freundlich an und sagte nochmals: merci.

»Sie wissen,« fuhr Sergei Pawlitsch nach längerem Schweigen fort, »es gibt nichts … Doch warum sage ich das! Sie wissen ja alles.«

In diesem Augenblicke erschallte die Glocke im Hause.

»Ah! La cloche du dîner!« rief Mlle. Boncourt, »rentrons

Quel dommage, dachte bei sich die alte Französin, als sie hinter Natalia und Wolinzow die Stufen zur Terrasse hinaufstieg, quel dommage que ce charmant garçon ait si peu de ressources dans la conversation … was man etwa so wiedergeben könnte: du bist ganz nett, mein Lieber, aber etwas beschränkt.

Der Baron kam nicht zum Mittagessen. Man wartete eine halbe Stunde auf ihn. Bei Tische wollte es mit der Unterhaltung nicht recht vorwärts gehen. Sergei Pawlitsch blickte fortwährend Natalia an, neben welcher er saß, und schenkte ihr eifrig Wasser ins Glas. Pandalewski bemühte sich vergeblich, seine Nachbarin, Alexandra Pawlowna, zu unterhalten: er zerfloß in Liebenswürdigkeiten, während es ihr Mühe kostete, das Gähnen zu unterdrücken.

Bassistow machte Brotkügelchen und dachte an nichts; selbst Pigassow war verstummt, und als Darja Michailowna ihm bemerkte, daß er heute nicht liebenswürdig sei, antwortete er mürrisch: »Wann bin ich denn liebenswürdig? Es ist nicht meine Art …« Und setzte mit bitterem Lächeln hinzu: »Haben Sie nur Geduld; ich bin ja nur Kwas, ordinärer russischer Kwas; wenn aber Ihr Kammerjunker …«

»Bravo!« rief Darja Michailowna. »Pigassow wird eifersüchtig, zum voraus eifersüchtig!«