Ein mißtrauischer Blick des Vaters, dann sagte er streng: »Es giebt einen Namen, der in unserem Haus nicht mehr ausgesprochen wird. Verstehst du! — Im übrigen habe ich dir die Jugendthorheit verziehen.« — —

Binia steht sinnend in ihrer Kammer.

Zwei Jahre noch — dann kommt Josi — er kommt wie ein Held — er tritt mit einer That vor das Volk, so gewaltig, wie noch keine im Bergland geschehen ist — er erlöst St. Peter von der Blutfron an den Weißen Brettern und alle jubeln: »Josi Blatter ist größer als Matthys Jul.«

Und er besiegt den Vater.

So lang will sie tapfer kämpfen, den Vater nicht reizen, aber Josi treu sein im Herzen.

Und unter Thränen lächelnd küßte sie den Tautropfen, den er ihr gegeben hat.


XIII.

»Pate! — Ein Brief von Josi! Er ist gesund, es geht ihm gut.« Mit strahlendem Gesicht jubelt es die sonst zur Stille geneigte Vroni und hält den in großen ungefügen Buchstaben gemalten Brief in zitternden Händen. »Hört, wie er lautet: