Eine Welt voll Elend liegt in den abgerissenen Worten. Vroni müht sich um die Gestürzte und begleitet sie aus dem Haus.
Der Garde nimmt Eusebi beim Rockärmel: »Wie hast du auch Bini hereinbringen können,« knurrt er wild.
»Wir haben Sägeträmmel in der Glotter geflößt, da kommt ein Bub Bälzis gesprungen: 'Josi Blatter ist wieder in St. Peter!' Ich renne heim, wie ich vor das Haus komme, stehen die Leute da — mitten unter ihnen wie eine arme gestorbene Seele Binia. Sie nimmt meine Hände. 'Ich komme gerade von daheim, ist es wahr, ist Josi da?' Ein Stein hätte sich ihrer erbarmen müssen. Und gebettelt hat sie: 'Laß mich nur durch die Thürspalte lugen wie er jetzt ist.' Ihr hättet auch nicht widerstehen können, Vater!«
Der Garde knurrt wieder etwas, Eusebi hört es nicht mehr. Er hat sich zu Josi gewandt: »Josi — Schwager — lieber Schwager.«
»Ja so — du bist es, Eusebi!« stammelt Josi. »Dich habe ich nicht gleich wieder erkannt. Was bist auch für ein Mann geworden — und ich habe dich immer noch im Gedächtnis gehabt, wie du so ein blöder Bub gewesen bist!«
»Schwager!« wiederholt Eusebi.
»Wie rufst du mir! — 'Schwager?' — das ist eine spaßige Welt.«
»Du weißt noch nicht, daß Vroneli meine Frau ist — meine liebe, herzige Frau.«
»Eusebi, was sagst — Vroni, deine Frau!« Josi stürzt von einer Ueberraschung in die andere.
»Und du weißt noch nicht,« sagt Eusebi, »daß wir ein so liebes, herziges Kind haben, komm und beschau's!«