Andächtig horchen die hundert Männer dem Schlagen des Hammers und schütteln Josi und Binia die Hand.
Ein sonderbarer Zug bewegt sich in dem fallenden Schnee thalwärts. — In der Mitte geht Josi, nicht wie ein Held, sondern wie ein Geschlagener — er weiß es, er muß mit Binia an ein Sterbebett treten. Und Binia schluchzt herzzerbrechend. Aber daß sie noch gehen kann, ist ein Wunder.
Wer ist der größere, Josi, der die Blutfron von St. Peter genommen hat, oder der Presi, der Vater, der bis in den Tod für sein Kind gekämpft hat?
Ja, ja, arme Bini, ruhige Jahre werden dir nun wohl thun, denn zuletzt verliert auch der Stahl seine Biegsamkeit und bricht.
Sie sehen den verwüsteten Bären; Josi ist bereit, noch heute den Gerichtsbeamten, die schon eingerückt sind, Rede und Antwort zu stehen.
Das Paar tritt in die Wohnung des Garden — es sinkt an das Bett des Presi.
Man hat ihm die Fenster öffnen müssen, damit er das Schlagen des neuen Hammers an den Weißen Brettern hört. Seitdem ist er ruhig und nun richtet er sich auf vom Lager. Er schluchzt — die dünnen Thränen fließen über seine abgehärmten Wangen. — »Seppi Blatter — Fränzi — ihr habt mir's nicht zu streng gemacht. — — Und Josi, wenn du wegen Thöni Grieg etwas auf dem Gewissen hast, — so nehme ich es dir ab.«
Da antwortet Josi: »Nein, Vater, ich bin frei von Schuld. Thöni Grieg ist zehn Schritt vor mir gestürzt.«
»Garde, ich habe den Bären angezündet,« spricht der Presi laut, dann murmelt er: »Und St. Peter habe ich lieb gehabt. — Seid glücklich — Josi — Bini.« Einen Blick unsäglicher Liebe noch wendet er auf das Paar — er sinkt zurück und der Todesengel schwebt durch das Haus.