»Was hast vorhin fragen wollen, Bini?« unterbrach der Vater barsch das plaudernde Kind.
»Thust du mir nichts?«
»Dumme Maus, du!« Sein Ton war wieder freundlich.
Die Augen des Kindes öffneten sich — es richtete sich im Bettchen halb auf und zitternd, traumhaft kam's:
»Du, Vater, wenn ich groß bin, darf ich dann die Frau Josi Blatters werden?«
Da verzerrte sich das Gesicht des Presi. — Der Zug hoffnungsvollen Zutrauens auf dem fiebergeröteten Kindergesicht erlosch, es stopfte den Mund mit dem gekrümmten Finger, die Augen wurden schreckhaft groß, und seine Gedanken taumelten nach einem Rettungsanker — es schlang das Aermchen um den Vater, es schrie:
»Ich hab' nicht das sagen wollen, Vater — nein — ich habe fragen wollen: Ist es wahr, daß dir die Hand aus dem Grab wachsen wird?«
Da verglasen sich auch die Blicke des Presi, er ächzt — und ächzt. Plötzlich brüllt er: »Wer sagt das? — Sagt es Fränzi?«
Vor Furcht weiß das Kind nicht mehr, was es sprechen soll, was es spricht.
»Fränzi — Vroni — nein — Josi — oder nein —« Es will weiter reden.